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Zum 16. Mal in Folge findet Ende Mai wieder das japanische Filmfestival Nippon Connection in Frankfurt statt.

Nippon Connection – Japanische Filmkunst in Frankfurt

Das Filmfestival bringt wieder sechs Tage lang japanische Filmkunst und Kultur nach Frankfurt. Im vergangenen Jahr lockte das weltweit größte Festival für japanischen Film rund 16.000 Besucher in die Festivalzentren im Künstlerhaus Mousonturm und im Theater Willy Praml in der Naxoshalle. Auch in diesem Jahr bietet die Veranstaltung mit rund aktuellen 100 Kurz- und Langfilmen ein schillerndes Panorama des japanischen Films. Zahlreiche Regisseure reisen aus Japan an, um ihre Werke erstmals dem hiesigen Publikum zu präsentieren, gemeinsam zu diskutieren und zu feiern. Jenseits der Leinwand bietet das Festival ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Workshops, Konzerten und Ausstellungen, bei dem die Besucher in Japans facettenreiche Kultur eintauchen können.

Nippon Live on Stage: CUUSHE

Ich freue mich besonders auf CUUSHE, die am Samstag im Mousonturm live on Stage sein wird. Die japanische Sängerin und Multi-Instrumentalistin Mayuko Hitotsuyanagi alias Cuushe verbindet zuckersüßen Dream Pop mit minimalen Klanglandschaften aus Synthesizer und Gitarre. Sie singt von Einsamkeit und den Neonlichtern Tokios, begleitet von melancholischem Elektro Pop. Hingehen! Die Veranstaltung findet ihr auf Facebook hier. Start ist um 22 Uhr, der Eintritt beträgt 8,– Euro.

Cuushe

Nippon Culture

Nippon Connection bietet mehr als Kino. Denn neben den rund 100 Lang- und Kurzfilmen gibt es das Rahmenprogramm Nippon Culture mit japanischer Küche, Musik und Kultur. Am 27. Mai präsentiert der Experimentalfilmer Takashi Makino um 22 Uhr ein 3D-Filmprogramm mit Live-Musik, unterstützt wird er dabei vom britischen Jazz-Musiker Hilary Jeffery.

Essen, Trinken und Kino passen gut zusammen. Zumindest beim Nippon Filmdinner am 26. Mai um 19.30 Uhr mit Erik Shirais Dokumentarfilm The Birth of Saké. Zum Film wird es eine leckere Bento-Box geben, Apfelwein und natürlich: Sake. Von Beginn an ein fester Bestandteil des Festivals, gibt es beim Filmfrühstück wieder ein köstliches Buffet und das preisgekrönte Drama Tokyo Sonata von Nippon Honor Award-Preisträger Kiyoshi Kurosawa. Während des Festivals zieht das bekannte Frankfurter Ramen-Restaurant Muku in die Soup Lounge im Café des Mousonturm ein. Vom 26. bis 28. Mai kann man dort leckere japanische Nudelsuppe geniessen.

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Neben Workshops zu Manga, japanischem Kampfsport, einem Kochkurs und einer klassischen Teezeremonie, gibt es dieses Jahr auch Rakugo, die japanische Kunst, komische Geschichten zu erzählen. Die Künstlerin Shunputei Pikkari trägt am 26. Mai im Theater Die Käs Geschichten zum Weinen, Fürchten, aber vor allem zum Lachen vor.

Schwerpunkt: Animationsfilm

Gerade hat das Studio Ghibli eine kreative Pause eingelegt. Aber auch ohne Output vom berühmtesten Animationsfilmstudio Japans gibt es viel zu sehen, vom animierten Kurzfilm bis zur großen Anime-Produktion. Das alles zeigt die Sektion Nippon Animation. Die Filme Empire of Corpses von Ryotaro Makihara und Harmony von Michael Arias und Takashi Nakamura sind Adaptionen von Romanen des Science Fiction-Autors Project Itoh, doch unterscheiden sie sich in Handlung und Ästhetik: einmal eine actionreiche Steampunk-Variation des Frankenstein-Mythos, einmal eine dystopische Zukunftsvision. Regisseur Michael Arias wird Harmony persönlich in Frankfurt vorstellen. Keiichi Hara erzählt in Miss Hokusai die Geschichte der Tochter von Hokusai, dem berühmten Künstler aus dem 18. Jahrhundert. Außerdem im Programm sind der erste Animationsfilm von Shunji Iwai, The Case of Hana & Alice, und zwei Kurzfilmprogramme: Tokyo University of the Arts: Animation und A Wild Impatience – Indie Animated Shorts by Women.

Harmony von Michael Arias und Takashi Nakamura
Harmony von Michael Arias und Takashi Nakamura
Keiichi Hara - Miss Hokusai
Keiichi Hara – Miss Hokusai

Das vollständige Programm findet ihr auf der Nippon Connection Festival Webseite. Weitere Infos und Veranstaltungen findet ihr auch auf Facebook. Tickets bekommt ihr an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Die Tickets für NIPPON RETRO sind nur im Deutschen Filmmuseum erhältlich.

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All Images © Nippon Connection Filmfestival